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Junge Geparden spielen Fangen in der Savanne.

Tiere beobachten

Körpersprache · Spuren · Präsenz in der Wildnis

Neben der Faszination an und für sich, verschafft dir genaues Beobachten und Wissen über die Wildtiere einen Vorteil für deine Fotografie: Du entwickelst ein Gespür für den bevorstehenden Moment.

Welche Tiere werde ich sehen?

Das ist die spannende Frage, die wir uns vor jeder Pirschfahrt stellen. Genau sie macht den grossen Reiz aus! Die Tiere im Greater Kruger Nationalpark haben ein riesiges Gebiet ohne Zäune zur Verfügung. > Wie findet man die Tiere? Für viele Tierarten gehören Wanderbewegungen zu ihrem natürlichen Verhalten. Wir waren schon auf einer mehrtägigen Safari und haben keinen einzigen Büffel gesehen. Ein anderes Mal war eine Herde von geschätzten 800 Tieren im gleichen Gebiet unterwegs wie wir. 

 

Trotzdem gibt es einige Arten, deren Sichtung extrem wahrscheinlich ist: Elefanten, Antilopen, Raubvögel, Zebras, Giraffen, Gnus. Auch mit Löwen gibt es in den privaten Naturreservaten, in denen wir uns aufhalten werden, häufige Begegnungen. Und ein Versprechen geben wir doch noch ab: die farbenfrohen Singvögel sind ein garantiertes Fotosujet.

Wildtiere kommunizieren meist still aber eigentlich ständig: Mit ihrer Körpersprache, mit ihren Bewegungen, mit dem, was sie tun und was sie lassen. Wer diese Signale lesen kann, macht bessere Fotos.

 

Antizipation beginnt mit einer einfachen Frage: Was macht dieses Tier gerade und was könnte als nächstes passieren?

 

Eine Herde Zebras, die unruhig wird und sich von der Wasserstelle entfernt, hat einen Grund dafür. Bestimmte Vögel zeigen mit ihrem Ruf anderen Tieren, dass sie eine mögliche Gefahr entdeckt haben. Diese Signale sind keine Geheimnisse. Sie sind lesbar, wenn man weiss, worauf man achtet.

 

Das braucht Zeit und Wiederholung. Die erste Pirschfahrt verändert nichts. Die fünfte schon. Was auf unseren Reisen passiert: Du verbringst viele Stunden in der Nähe von Tieren, mit Ruhe und Aufmerksamkeit und du erhältst viele Informationen von den Naturführern. Das schärft den Blick auf eine Art, die kein Buch ersetzen kann.

Field Guide und Tracker lesen das Reservat professionell, das ist ihre Expertise. Was du dabei entwickelst, ist etwas anderes: ein persönliches Gespür für das Tier vor dir. Für seine Eigenheiten, seine Stimmung, seinen nächsten Schritt. Dieses Gespür macht den Unterschied zwischen einem dokumentarischen Bild und einer mehrschichtigen, spannenden Fotografie. 

Verhalten lesen und antizipieren lernen

Die Wildnis ist kein leerer Raum zwischen den Sichtungen. Sie ist voll von Informationen, wenn man sich bemüht, sie zu lesen.

 

Trittsiegel im Sand verraten nicht nur welches Tier da war, sondern auch wie gross es ist, wie schnell es sich bewegt hat, ob es allein war. Kot gibt Hinweise auf Ernährung und wie lange das Tier schon in der Nähe ist. Abgenagte Äste, aufgewühlte Erde, Federn am Boden – jedes Detail erzählt einen Teil der Geschehnisse.

 

Auf unseren Pirschfahrten erklärt der Field Guide am Steuer des Pirschfahrzeugs, was sie oder er sieht. Das ist nicht nur faszinierend zu beobachten, es ist auch äusserst lehrreich. Wer zuhört und hinschaut, beginnt nach ein paar Tagen selbst Dinge zu bemerken, die ihm vorher entgangen wären.

 

Das verändert die Art, wie man eine Pirschfahrt erlebt. Nicht als passiver Zuschauer, der auf die nächste Sichtung wartet, sondern als jemand, der das Land zwischen den Sichtungen aktiv liest. Die dazwischen wird interessant.

 

Für die Fotografie hat das eine direkte Konsequenz: Wer Spuren liest, kann antizipieren wo welches Tier als nächstes auftauchen könnte und kann sich und seine Kamera darauf einstellen. Das kann die entscheidenden Sekunden bringen. > Das richtige Timing

Spuren und Hinweise verstehen

Respektvoller Abstand

Respektvoller Umgang mit Wildtieren ist keine Regel, die von aussen auferlegt wird. Er ist eine Haltung und Teil dessen, was eine gute Safari ausmacht.

 

Tiere zeigen Unwohlsein. Ein Elefant, der die Ohren aufstellt und den Kopf schüttelt, sendet ein klares Signal. Eine Giraffe, die sich unwohl fühlt und ihren Blick abwendet, zeigt etwas damit. Ein Zebra, das beginnt zu schnauben und scharrt, wird sich bald entfernen. Diese Signale zu kennen und ernst zu nehmen, ist Teil des Beobachtens – und Teil der Verantwortung, die man als Gast in der Wildnis trägt.

 

Unsere Guides entscheiden, wann eine Sichtung beendet wird. Einfach, weil sie spüren, wann ein Tier genug hat. Das ist manchmal früher als man möchte. Es ist trotzdem die richtige Entscheidung. > Warum ist Geduld so wichtig?

 

Die Wahl unserer Reservate und Guides folgt diesem Standard bewusst. Nicht alle Anbieter halten ihn gleich konsequent ein. Für uns ist er nicht verhandelbar – selbst wenn es bedeutet, auf ein Bild zu verzichten.

Hast du weitere Fragen oder hast du Interesse an unseren «Expert Essentials», ein Zusammenstellung von Wissenswertem zu Safari allgemein und unseren Reisen im Speziellen? Schick uns eine E-Mail oder bestelle der umfassende PDF via Kontaktformular.

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